Internationales SWISS Panflötenseminar
Für alle Panflötenspieler die Freude am musizieren haben und immer offen für Neues sind. In familiärer Atmosphäre mit Gleichgesinnten Panflötespielen. Sowohl Anfänger als auch versierte Spieler können von Virtuosen profitieren.
VII. International SWISS Panflöten SeminarPan-ik in Winkel bei Zurich
Die Organisatoren den Panflötenwochenendes Dan Herford aus Holland und Michael Dinner verbrachten über 2 Stunden am Flughafen Zürich und wollten den moldawischen Panflötenvirtuosen Stefan Negura abholen. Dieser war jedoch nicht auf dem Flug!
Im Verlauf des Wochenendes stellte sich heraus, dass es bei der Ausreise Probleme gab und er (zum 2. Mal) nicht kommen konnte. Da Dan Herford seit mehreren Jahren als Organisator des Fanica Luca - Festivals Erfahrungen in der Organisation von Grossanlässen hat, konnte dieser Umstand die Freude nicht trüben und ein alternativer Ablauf war schnell entwickelt.
Über den speziellen Gast - Ion TanaseIon Tanase der gebürtige Moldawier lebt und musiziert in Holland. Er ist ein ausgezeichneter Klarinettist und spielt auch noch Akkordeon. Es sagt von sich selber, dass beide Instrumente gleichermassen seine Hauptinstrumente sind. Er hat ein unglaubliches Repertoire und nimmt für sich zurecht in Anspruch, dass er eine kleine Musikbibliothek im Kopf hat. Mit seinem Bruder Cristinel, der Violine spielt, hat er viele gemeinsame Konzertreihen durchgeführt.
Etwas für die Kenner – Master Class SeminarDan Herford und Michael Dinner haben sich für das siebte Seminar etwas Spezielles einfallen lassen und die Idee umgesetzt, weiterführende Informationen zur rumänischen Folklore zu vermitteln. Wie unterscheiden sich die einzelnen Regionen von Rumänien und welche Instrumente und Tänze gibt es in welchen Regionen?
Um über die rumänische Volksmusik sprechen zu können, muss man aus Rumänien und mit der Kultur vertraut sein. Da der Rumäne Dan Herford noch dazu eine fundierte klassische Ausbildung besitzt, konnte er die Unterschiede sehr gut fassbar machen und für Nicht-Rumänen nachvollziehbar machen.Die interessanten Ausführungen wurden durch den eigentlichen Master Class beginn jäh abgesprochen, ohne dass einer der Teilnehmer eine Pause verlangt hätte. Gruppenbildung am FreitagabendSehr erfreulich war, dass in diesem Jahr wieder neue Panflötenbegeisterte das Seminar besuchten (auch aus Deutschland) und sich ein Wochenende für die Musik gönnten!
Nach dem gemütlichen Eintreffen und ein paar einleitenden Worten, ging es schon an das Musizieren. Neben der Freude am Musizieren ging es auch darum sinnvolle Gruppenbildungen zu machen. Obwohl das Vorspielen oft als Qual empfunden wird, geht es nicht darum irgendeinen Teilnehmer blosszustellen. Es geht viel mehr darum, dass jeder auch selber ein paar Töne spielt. Michael versucht eine sinnvolle Einteilung zu erreichen, die Spass und Nutzen für jeden Teilnehmer garantieren soll.
Nachdem ein paar Lieder gemeinsam gespielt wurden, hat jeder ein kurzes Solostück vorgetragen und es war schneller vorbei, als man gedacht hat. Es war toll, dass Georg Conradin , der gerade in Rumänien eine CD mit rumänischer Folklore von Dan Herford produzieren liess, ein paar Lieder seines Repertioires spielte. Nachher gab es ein feines Essen nach Wahl und Musik bis Mitternacht. Ion Tanase, Dan Herford sind, wie alle Rumänen, kaum zu bremsen, wenn es um Musik geht. Es gibt nur eine Lösung – Instrumente wegnehmen ... Lasst uns üben am Samstag Vor dem Kurs wurde jedem Teilnehmer das Repertoire zu Üben zugesendet. In diesem Jahr erstmals zusammen mit einer Playback-CD, die das Üben unterstützt hat.Am Samstag wurde dieses Reportoire erklärt, geübt und eingehend gespielt. Ion begleitete die Kursteilnehmer mit seinem Akkordeon, Michael mit der Gitarre und Dan mit dem Klavier. Dazwischen gab es stilistische Tipps oder auch Hinweise zur richtigen Technik an der Panflöte.Beim Mittagessen im Restaurant fragte ein Gast die Kursteilnehmer, ob jemand etwas für ihn spielen könnte, da er Geburtstag habe. Daniel übernahm diese Chance kurzentschlossen und spielte ein „Happy Birthday“ auf der Flöte. Genau genügend Zeit für Ion Tanase sein Akkordeon zu holen und Dani für ein paar weitere Lieder zu begleiten. Das Geburtskind freute sich sehr über dieses spontane Konzert!Nach dem Lektionen und einem stärkenden Abendessen wurde der Wirt des Landgasthof Breiti gefragt, ob wohl im Restaurant ein paar Lieder gespielt werde dürfen. Nach dem Einverständnis folgten mehr als zwei Stunden Musikunterhaltung mit verschiedenen Stilrichtungen. Mit Flöte, Gesang, Gitarre und Akkordeon wurden das „unfreiwillige“ Publikum unterhalten, die es sichtlich genossen.
Ich fange immer was an einem Sonntag an Am Sonntagmorgen wurde die Lektionen fortgesetzt nach dem Mittagessen ging es mit den Chorproben weiter. Bei den Chorproben passte leider das Unglück, dass Dan Herfords alte und wertvolle Panflöte vom Klavier fiel und in zwei Teile zerbrach. Jeder Instrumentalist weiss, dass die Beziehung zu seinem Instrument weit über den „Materialwert“ hinausgeht und so fühlten alle Teilnehmer mit Dan, konnten jedoch das Unglück nicht ungeschehen machen. Da Dan ein Profi in jeder Hinsicht ist, hat er den Vorfall mit Fassung getragen.Nach einem Kaffee an der Sonne in der Gartenwirtschaft des Gasthofs kamen auch schon die ersten Konzertgäste und um 18:00h wurde das Publikum mit rumänischer Musik erfreut.Wie immer war das Konzert sehr dynamisch und verlief gewohnt improvisiert, wie es sich für authentische rumänische Musik gehört. Nur so kann sich die Interaktion zwischen den Instrumentalisten und dem Publikum entfalten und die Lebhaftigkeit und der Ausdruck der rumänischen Musik auf die Zuhörer übertragen. Dan als Multiinstrumentalist und versierter Chorleiter führte souverän durch das Konzert und und begleitete mit Klavier oder Gitarre und entwickelte zusätzlich noch spontane Arrangement-Änderungen, die er dann auch gleich umsetzte.
Dan war spontan (so wie immer !) und hat ohne Absprache Ciril, einen den Teilnehmer, eingeladen um Solistisch zu spielen.Ciril hat zwei wunderschöne rumänische Lieder gespielt und das Publikum aus Dankbarheit reichlich geklascht.Einen ganz besonderen Höhepunkt im Konzert setzte Michael Dinner mit seiner Intepretation von Bachs „Air“ und Vivaldis „Winter“. Er spielte die Stücke mit einer ungeheuren Ausdruckskraft, einer technischen Versiertheit und einem wunderbaren Klang. Dass das Publikum begeistert war und nach den Folgestücken noch Zugaben verlangte, ist dabei sehr gut zu verstehen!

Dinner, Herford, Higaki, Tanase (v.l.n.r)
Alles hat ein Ende Die Klarinette wurde von Ion Tanase an diesem Wochenende nicht oft gespielt, umso mehr erfreuten sich die Kursteilnehmer, als er ein paar sehr gefühlvolle Lieder spielte.Nach dem letzten gemeinsamen Nachtessen und Musik endete das siebte Seminar wieder einmal viel zu schnell.Fazit - 7 Gründe um am 8. Seminar wieder zu kommen!
DanksagungLandgasthof BreitiDem Landgasthof Breiti (http://www.hotelbreiti.ch/) gebührt ein grosser Dank für die grosse Gastfreundschaft, das vorzüglich Essen, die Gedult und natürlich die Offenheit für Musiker und die Musik gleichermassen!TeilnehmernDen Teilnehmern des Seminars gebührt ein grosser Dank für den Enthusiasmus, für den musikalischen Beitrag und die anregende Gesellschaft! Speziellen Dank und aufrichtige Bewunderung gilt an alle Teilnehmern, die die eine weite Reisen auf sich genommen haben um an das Seminar zu kommen! Ion TanaseIon für seinen musikalischen Beitrag, seine immer freundliche Art und seine grosse Geduld und für die Bereicherung durch die schöne Musik! Dan HerfordNatürlich Dan Herford – hier kann man nicht genügend danken – für Organisation und für alles, dass er für die Teilnehmer getan hat und für seine jährliche Reise (oder Rückkehr?) in die Schweiz. Die grosse Kompetenz in vielen Bereichen, die schönen Geschichten, die vermittelte Freude und die grosse Kenntnisse der Panflöte, machen jedes Wochenende zu einem unvergesslichen Wochenende! Michael DinnerHerzlichen Dank an Michael Dinner für die Ermöglichung des Seminars, die Organisation den Einsatz für die Musik, die Panflöte, die rumänische Musik und auch dieses Jahr für das tolle Seminar! Dieses Jahr speziell für die Mehrfachbelastung und Bewunderung für die grosse Gelassenheit angesichts der vielen Herausforderungen!Und keine Panik - im 2008 gibt es ein Wiedersehen!
Ciril
last update 1. November 2008